HELMUT KUNKEL – „Die Welt und andere Kleinigkeiten“

Zeichnungen, Mixed Media, Plastiken

Helmut Kunkel: "Galaxy und Spezi"

Helmut Kunkel: „Galaxy und Spezi“

Ausstellungseröffnung:

am Freitag, 22. März von 17 bis 23 Uhr

und am Samstag, 23. März  von 15 bis 20 Uhr

geöffnet donnerstags von 15 bis 19 Uhr und jederzeit nach Vereinbarung (telefonisch oder per Email)

Finissage am  Sonntag, 28. April von 15 bis 19 Uhr

„… dass diese Angst zu irren schon der Irrtum selbst ist“ (Hegel) –
dies ist das Motto, nach dem der Künstler Helmut Kunkel arbeitet und lebt.
Seine Bilder entstehen als Zeichnungen mit Buntstiften auf Holz. Mit viel Hingabe zu Strukturen und zum Detail. Den Bildern merkt man deutlich an, dass Kunkel auch als Plastiker arbeitet und räumliches Denken einen wichtigen Teil seiner Arbeit ausmacht. Dabei bleibt seinen Bildern ebenso wie den Figuren viel Skizzenhaftes. Er ist sehr aufmerksam gegenüber dem Punkt, an dem ein Bild genug hat, eine Figur ‚fertig‘ ist. Er achtet darauf aufzuhören, bevor das Bild zu perfekt ist und seine Lebendigkeit verloren hat. Er blickt genau hin und nimmt seine Umwelt aufs Korn. Viele Bilder scheinen auf den ersten Blick leichthin ein Stillleben zu zeigen, doch sieht man genauer hin, entdeckt man Kommentare zu brisanten Geschehnissen und Situationen, die uns vertraut sind.
Als Beispiel das Bild einer Teeschale auf einem Holztisch, neben der ein Verschluss-Clip für eine Toast-Verpackung liegt. Das darauf gedruckte Datum ist der 11. September. Ein Tag, der sich in unser aller Gedächtnis eingeprägt hat. Kunkel zeigt genau das, was auch uns passierte. Ein friedlicher, normaler Tag verwandelte sich in etwas ganz anderes, und alltägliche Dinge werden plötzlich mit einer großen Bedeutung aufgeladen. Aber er schafft auch Welten, die uns verzaubern und amüsieren. Beispielsweise mit dem Bild „Faun
macht Mittagspause“. Ein Faun stammt aus einer anderen Zeit und Welt, er ist ein römischer Fruchtbarkeitsgott, ein Waldgeist und Fabelwesen. Macht ein Gott Mittagspause? Scheinbar ja. Wir sehen das Portrait eines jungen Mannes mit lockigen Haaren, die Sonne schimmert durch dichte Blätter, und ein Wirrwarr von Hell und Dunkel entsteht. Der Faun blickt uns an, mit blauen Augen, ganz ruhig. Was wird wohl als nächstes passieren, fragt sich der Betrachter.

Helmut Kunkel, geboren 1950 in Aschaffenburg, hat hier auch sein Atelier. Seit 1986 arbeitet er in Bronze, seit 1997 entstehen seine Bilder. In zahlreichen Städten und Gemeinden entlang des Mains findet man Denkmäler von ihm im öffentlichen Raum, die sich stets ausgesprochen auf den Ort beziehen, an dem sie stehen.
(Text: Walter Bruno Brix, Köln)

Weitere Informationen zu Helmut Kunkel entnehmen Sie bitte seiner Homepage: http://helmutkunkel.wordpress.com/